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Laufbahnentscheidung

Laufbahnentscheidung


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Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.»

Friedrich W. Nietzsche

 

Das Medizinstudium möchten dreimal mehr Menschen beginnen, als tatsächlich aufgenommen werden können. Um es zu bestehen gilt es, sich eine exzellente Lerntechnik für den grossen Wissensberg anzueignen, von dem nur ein Bruchteil in der Praxis auch tatsächlich zur Anwendung kommt. Der Eignungstest Medizinstudium der Universität Fribourg prüft vor allem, ob die Wissensprüfungen in den ersten Studienjahren voraussichtlich bestanden werden. Er will explizit nicht prüfen, ob die Person für eines der medizinischen Tätigkeitsfelder eine besondere Disposition besitzt. Dies kann mit KODE® geboten werden.

nürnbergertrichter

 

Die Auswahl der Fächer für das letzte oder zweitletzte Studienjahr ist entscheidend für die Wahl der FachärztInnen-Weiterbildung. Es lohnt sich deshalb diese wichtigen Entscheidungen mit einem/einer professionellen MentorIn zu besprechen.

 

Die durchschnittliche Weiterbildungszeit beträgt immer noch etwa 9 Jahre. Dies hängt u.a. an den wiederholten Versuchen der Politik, mittels Zulassungsstopp die Zahl der FachärztInnen ausserhalb der Grundversorgung zu beschränken.

Dazu kommt aber auch das gängige „try-and-error“-Vorgehen, mit dem eine erste, dann eine zweite Assistenzarzt-Stelle angetreten wird, jeweils für ein bis zwei Jahre. Bisher lagen keine Kompetenzprofile vor. Also musste in der Praxis persönliche erfahren werden, wie in einem Fach gearbeitet wird und welche Tätigkeiten einem selbst liegen. Dies sollte jedoch unbedingt während dem Wahlstudienjahr in genau darauf abzielenden Praktika geschehen.

Im Idealfall könnte sich die Beratung während der Weiterbildungszeit auf neue Erkenntnisse und Lebensumstände beschränken.

 

Karriere-Entscheidungen entstehen während der Zeit als OberärztIn: Bleibe ich in der Dienstleistung als FachärztIn, baue ich die Forschungstätigkeit aus und strebe eine Habilitation an, möchte ich Verantwortung für Teams und MitarbeiterInnen übernehmen?

FachexpertIn


In der Selbstsicht, aber auch von PatientInnen wird der Arzt häufig als Medical Expert wahrgenommen. Dies ist unzweifelhaft eine wichtige USP (Unique Selling Proposition), dank der es weltweit kaum arbeitslose ÄrztInnen gibt und geben wird.

Führungsaufgaben
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Management ist im Kern nichts anderes als Dienen - und zwar auf hohem Niveau.»


Paul J. Kohtes

Nicht selten benötigen ÄrztInnen ausgeprägte Führungskompetenzen, nicht nur für ein zielführendes „PatientInnen-Management“, sondern auch, weil praktisch alle medizinische Leistungen von interprofessionellen Teams erbracht werden. Den ÄrztInnen kommt dabei wegen ihrer bevorzugten Stellung für therapeutische Entscheidungen eine zentrale Rolle zu. Leider ist die Vorbereitung auf diese Funktion im Vergleich zu anderen Berufen marginal. Zudem wird die Bedeutung von den ÄrztInnen selbst massiv unterschätzt und auch bei der Personalrekrutierung kaum geprüft.
Es lohnt sich deshalb für ÄrztInnen in Führungsfunktionen, sich bei Schwierigkeiten früh unterstützen zu lassen. Dies ist quasi Privatunterricht on the job! Auch Führungskompetenz lässt sich entwickeln!

Forschung

Die Habilitation ist die zentrale Voraussetzung, um eine Position als Chef einer grösseren Abteilung oder eines Instituts erreichen zu können. Die Eignung für die Forschung soll sich während der Promotion zeigen. Der „Diss-Vater“ / die „Diss-Mutter“ sollten sich unbedingt verbindlich und im persönlichen Gespräch dazu äussern. Denn an den Schweizer Fakultäten bedeutet die Habilitation einen grossen Verzicht im privaten wie beruflichen Bereich und es gibt keinerlei Garantien, dass das Ziel trotz maximaler Anstrengungen erreicht werden kann.

Bildung

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Could it be that medical education, like oxygen in biological systems, is both necessary and toxic at the same time?»
Ralph Bloch

Auch im Bereich der medizinischen Bildung ist eine zunehmende Professionalisierung spürbar, die bei zunehmendem Kostendruck auch notwendig ist. Mit dem Master of Medical Education an der Universität Bern liegt für eine Unispital-Karriere eine Alternative zur Habilitation vor.