Benutzerspezifische Werkzeuge

Akkreditierung

Akkreditierung


Im Medizinalberufegesetz ist die Akkreditierung aller Bildungsgänge, die zu einem eidgenössischen Diplom oder Titel führen, alle sieben Jahre Pflicht. Dies verlangt von den Organisationen immense Aufwände. Die Akkreditierung der 43 Weiterbildungsgänge der Humanmedizin hat die FMH 2011 mehr als eine Million Franken gekostet. Deshalb ist es entscheidend, dass diese Prozesse zielgerichtet für die Qualitätsverbesserung genutzt werden. Durch die Akkreditierung erhält die Institution eine fundierte Aussenwahrnehmung. Zudem entsteht ein Netzwerk, das genutzt werden kann, um Bildungsmodule gemeinsam anzubieten und damit die Curricula effizienter zu gestalten.

 

Weshalb soll akkreditiert werden? Bei gesetzlichen Vorgaben besteht die Tendenz den Prozess als Pflichtübung zu führen. Die Ergebnisse sind dann meist das Papier nicht wert, auf dem sie verfasst worden sind. Demgegenüber können Vorgaben auch verwendet werden, um eigene Ziele zu erreichen.

 

Neben den gesetzlichen Vorgaben (z.B. dem Organ für Akkreditierung und Qualitätssicherung der Schweizerischen Hochschulen (OAQ) für die Bildungsgänge der Humanmedizin) soll vor allem der angestrebte Benefit und das Kostendach das Label bestimmen. Häufig lohnt es sich einen Blick über den Tellerrand zu werfen und internationale Richtlinien zu suchen, weil damit eine gegenseitige Anerkennung von Bildungsmodulen vereinfacht wird.